Nachbaufähige Populationen als Alternative zu Hybriden

Einige Züchter entwickeln wieder mehr nachbaufähiges Saatgut als Alternative zu Hybriden. Somit gibt es u.a. nun wieder nachbaufähigen Mais! Besonders dabei ist auch, dass Mais und auch Weizen so entwickelt wurden, dass es mehr Variation zwischen den Einzelpflanzen auf dem Feld gibt. Durch die größere Vielfalt ist eine bessere Anpassung an den Standort möglich. Außerdem sollen die Pflanzen Stress besser abpuffern können, also widerstandsfähiger sein gegen Krankheitserreger, Insekten, Beikräuter und Wetterschwankungen.

Dieses „heterogene Material“ wird nicht als Sorte bezeichnet, sondern als Population, Evolutionsramsch oder Composite Cross Populations (CCP). Die Populationen wurden im Rahmen eines EU-Experimentes zugelassen (Verordnung BGBI. I S. 1418), das am 31.12.18 ausläuft, aber verlängert werden soll. Aktuell ist Saatgut für Mais und Weizen verfügbar bei folgenden Firmen: Dottenfelder Hof, Sativa, Bioland HG, Naturland Marktgesellschaft und FarmSaat AG.

Im Rahmen des Projektes „Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand“ möchten wir gerne über Anbauerfahrungen von Landwirten mit den Populationen (Mais, Weizen) berichten und unterstützen gerne bei der Informationsbeschaffung und Vernetzung. Unter dem Text gibt es weitere Informationen. Melden Sie sich bei Interesse gerne bei der AbL NRW (Svenja Holst, 02381-9053170, holst@abl-ev.de).

 

Warum Maispopulationen interessant sind (Unabhängige Bauernstimme 02/2018)

Weitere Hintergrundinformationen über Populationen (Quelle: Bioland 08/2016)

Saatgutanbieter für Populationen von Mais, Winter- und Sommerweizen (Quelle: LfL 06/2017)